Zweck
Diese Kategorie behandelt Fehlermodi, bei denen Macht sich informell innerhalb formaler Governance-Strukturen konzentriert. Diese Fehler treten typischerweise auf, wenn Autorität sozial oder kulturell existiert, aber nicht deklariert, begrenzt oder überprüfbar ist.
Fehlermuster
Gemeinschaften mögen scheinbar Entscheidungsprozesse haben, doch die Ergebnisse werden geprägt durch:
- Dominanz bei der Redezeit,
- Gründerstatus,
- Charisma,
- oder informelle Untergruppen.
Macht wandert weg von expliziten Mechanismen hin zu Persönlichkeiten.
Strukturelles Risiko
Werden diese Fehler nicht adressiert, führen sie zu:
- Erosion der Legitimität,
- Rückzug stillerer Mitglieder,
- und schließlich zum Zusammenbruch oder zur Spaltung der Governance.
Diese Fehler sind selten böswillig; sie entstehen aus Mehrdeutigkeit.
Was hier einem Stresstest unterzogen wird
- Explizite Autoritätsdefinitionen
- Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen
- Überprüfbarkeit von Ergebnissen
- Vorrang konstitutioneller Regeln gegenüber Einzelpersonen
RCOS-Erwartung
RCOS-konforme Systeme müssen sicherstellen, dass:
- alle Autorität explizit ist,
- informelle Macht keine bindende Wirkung hat,
- und Entscheidungen, die außerhalb definierter Mechanismen getroffen werden, ungültig sind.
Diese Kategorie prüft, ob Governance real ist, nicht zeremoniell.